Zueignungsabsicht


Definition zu:

Zueignungsabsicht liegt vor, wenn der Täter die Sache selbst (Sachsubstanz) oder den in ihr verkörperten funktionsspezifischen Wert (Sachwert) seinem Vermögen oder dem Vermögen eines Dritten wenigstens vorübergehend einverleiben (Aneignungskomponente, dolus directus 1. Grades nötig) und den Berechtigten auf Dauer aus seiner wirtschaftlichen Position verdrängen will (Enteignungskomponente, insoweit genügt dolus eventualis).

Keywords
  • Sachsubstanz
  • funktionsspezifischer Sachwert
  • wenigstens vorübergehend einverleiben (Aneignungskomponente)
  • Verdrängen aus der wirtschaftlichen Position (Enteignungskomponente)
Fundstellen
  • BGHSt 35, 152 (157)
  • BGHSt 16, 190 (192) mwN = BGH NJW 1961, 2122