Wahrnehmung berechtigter Interessen


Definition zu:

Eine Wahrnehmung berechtigter Interessen liegt vor, wenn nach Abwägung von Täter- und Opferinteresse das Täterinteresse an der beleidigenden Äußerung überwiegt und diese nach den Umständen das angemessene und erforderliche Mittel zur Interessenwahrnehmung ist.

Keywords
  • Abwägung von Täter- und Opferinteresse
  • überwiegendes Täterinteresse an der beleidigenden Äußerung
  • nach den Umständen das angemessene und erforderliche Mittel zur Interessenwahrnehmung
Hintergrundwissen
  • Grundsätzlich darf der Täter nur eigene Interesse wahren. Fremde Interessen dürfen ausnahmsweise nur wahrgenommen werden, wenn der Täter zu diesen einen besonders nahen Bezug hat. Die Wahrung von Allgemeininteressen kann ausnahmsweise im Rahmen von Pressetätigkeiten relevant werden.
Fundstellen
  • BayObLG NJW 1995, 2501 (2503)