Haftung für Verrichtungsgehilfen (§ 831 BGB)


Schema zu:

A. Verrichtungsgehilfe
Verrichtungsgehilfe ist, wer mit Wissen und Wollen des Geschäftsherrn in dessen Interesse tätig wird und von dessen Weisungen abhängig ist.

B. Unerlaubte rechtswidrige Handlung des Verrichtungsgehilfen
  • Begehung einer unerlaubte Handlung i.S.d. § 823 I BGB durch den Verrichtungsgehilfen.
  • Verschulden des Verrichtungsgehilfen ist nicht erforderlich.
C. In Ausführung der Verrichtung
  • Zwischen der dem Verrichtungsgehilfen aufgetragenen Tätigkeit und der schädigenden Handlung muss ein unmittelbarer, innerer Zusammenhang bestehen.
  • Die schädigende Handlung darf nicht nur "bei Gelegenheit" der Verrichtung erfolgt sein.
D. Keine Exkulpation des Geschäftsherrn
Das eigene (!) Verschulden des Geschäftsherrn wird grds. vermutet, jedoch steht ihm die Möglichkeit des Entlastungsbeweises gemäß § 831 I 2 BGB offen.

  • Widerlegung der Verschuldensvermutung
  • Widerlegung der Kausalitätsvermutung
  • Dezentralisierter Entlastungsbeweis
E. Schaden
Dem Gläubiger muss ein Schaden entstanden sein. Dieser bestimmt sich nach der Differenzhypthese durch einen Vergleich der Situationen des Gläubigers mit und ohne das schädigende Ereignis.

F. Rechtsfolge
Schadensersatz gemäß §§ 249 ff. BGB.