§ 12 Rettungswege

Langtitel:
Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen sowie über die Zahl der notwendigen Stellplätze
Kurztitel:
Garagen- und Stellplatzverordnung
Abkürzung:
GaStellV
Normgeber:
Freistaat Bayern
Fundstelle:
-
Ausfertigungsdatum:
30.11.1993
Stand:
Zuletzt geändert durch § 3 V zur Anpassung an die Bayerische Bauordnung vom 7.8.2018 (GVBl. S. 694)
(1)
1Jede Mittel- und Großgarage muß in jedem Geschoß mindestens zwei möglichst entgegengesetzt liegende Ausgänge haben, die unmittelbar ins Freie oder in Treppenräume notwendiger Treppen führen.
2Von zwei Rettungswegen darf einer auch über eine Rampe führen.
3Bei oberirdischen Mittel- und Großgaragen, deren Einstellplätze im Mittel nicht mehr als 3 m über der Geländeoberfläche liegen, sind Treppenräume für notwendige Treppen nicht erforderlich.
4Die Rettungswege müssen auch dann erreicht werden können, wenn Tore zwischen Rauchabschnitten geschlossen sind.
(2)
Die nutzbare Breite der Rettungswege muß an jeder Stelle 80 cm betragen, Treppen müssen eine nutzbare Laufbreite von 1 m haben.
(3)
1Von jeder Stelle einer Mittel- und Großgarage muß in demselben Geschoß mindestens ein Treppenraum einer notwendigen Treppe oder, wenn Treppenräume nicht erforderlich sind, mindestens eine notwendige Treppe oder ein Ausgang ins Freie
1.
bei offenen Mittel- und Großgaragen in einer Entfernung von höchstens 50 m,
2.
bei geschlossenen Mittel- und Großgaragen in einer Entfernung von höchstens 30 m
über Fahrgassen und Gänge erreichbar sein.
2Die Entfernung ist in der Lauflinie zu messen.
(4)
1In Mittel- und Großgaragen müssen leicht erkennbare und dauerhaft beleuchtete Hinweise auf die Ausgänge vorhanden sein.
2In Großgaragen müssen die zu den notwendigen Treppen oder zu den Ausgängen ins Freie führenden Wege auf dem Fußboden durch dauerhafte und leicht erkennbare Markierungen sowie an den Wänden durch beleuchtete Hinweise gekennzeichnet sein.
(5)
Für Dacheinstellplätze gelten die Absätze 1 bis 4 sinngemäß.
(6)
Die Absätze 1 bis 4 gelten nicht für automatische Garagen.