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Art. 10 Gegendarstellung

Langtitel:
Bayerisches Pressegesetz
Abkürzung:
BayPrG
Normgeber:
Freistaat Bayern
Fundstelle:
-
Ausfertigungsdatum:
19.04.2000
Stand:
Zuletzt geändert durch § 1 Abs. 256 V zur Anpassung des Landesrechts an die geltende Geschäftsverteilung vom 26.3.2019 (GVBl. S. 98)
(1)
1Der verantwortliche Redakteur und der Verleger einer Zeitung oder Zeitschrift sind verpflichtet, zu Tatsachen, die darin mitgeteilt wurden, auf Verlangen einer unmittelbar betroffenen Person oder Behörde deren Gegendarstellung abzudrucken.
2Sie muss die beanstandeten Stellen bezeichnen, sich auf tatsächliche Angaben beschränken und vom Einsender unterzeichnet sein.
3Ergeben sich begründete Zweifel an der Echtheit der Unterschrift einer Gegendarstellung, so kann die Beglaubigung der Unterschrift verlangt werden.
(2)
1Der Abdruck muss unverzüglich, und zwar in demselben Teil des Druckwerks und mit derselben Schrift wie der Abdruck des beanstandeten Textes ohne Einschaltungen und Weglassungen erfolgen.
2Der Abdruck darf nur mit der Begründung verweigert werden, dass die Gegendarstellung einen strafbaren Inhalt habe.
3Die Gegendarstellung soll den Umfang des beanstandeten Textes nicht wesentlich überschreiten.
4Die Aufnahme erfolgt insoweit kostenfrei.
(3)
Der Anspruch auf Aufnahme der Gegendarstellung kann auch im Zivilrechtsweg verfolgt werden.