Wegnahme


Definition zu:

Eine Wegnahme setzt den Bruch fremden und die Begründung neuen, nicht notwendig tätereigenen Gewahrsams voraus. Gewahrsam ist dabei die von einem natürlichen Herrschaftswillen (subjektives Element) getragene tatsächliche Herrschaft über eine Sache (objektives Element), wobei für die Zuordnung die Anschauungen des täglichen Lebens maßgeblich sind (normativ-soziales Element).

Keywords
  • Bruch fremden Gewahrsams
  • Begründung neuen, nicht notwendig tätereigenen Gewahrsams
  • tatsächliche Sachherrschaft
  • natürlicher Herrschaftswille
  • Anschauungen des täglichen Lebens
Hintergrundwissen
  • Die tatsächliche Sachherrschaft ist zu bejahen, wenn der Verwirklichung des Willens zur physisch-realen Einwirkung auf die Sache unter normalen Umständen keine wesentlichen Hindernisse entgegenstehen.
Fundstellen
  • BGH GA 1966, 78
  • NStZ 2008, 624 (625)