versuchte Anstiftung


Definition zu:

Eine versuchte Anstiftung liegt vor, wenn der Täter objektiv eine Bestimmungshandlung vornimmt und subjektiv Vorsatz hinsichtlich der auszuführenden Tat und des Bestimmens (Doppelvorsatz) hat, die Tat allerdings nicht begangen wird.

Keywords
  • Bestimmungshandlung
  • Doppelvorsatz
  • keine Tatbegehung
Hintergrundwissen
  • § 30 StGB bezweckt die Bestrafung von Vorbereitungshandlungen zu einem Verbrechen noch bevor es zu einem Versuch gekommen ist. Denn bereits die Vorbereitungshandlungen unter Zusammenwirken von mehreren Beteiligten werden als für eine Bestrafung hinreichend gefährlich angesehen.
  • Das Tatbestandsmerkmal "bestimmen" ist wie im Rahmen der Anstiftung nach § 26 StGB zu verstehen.
  • Zur geplanten Haupttat, für die bereits der Versuchsbeginn genügt, ist § 30 StGB grundsätzlich subsidiär.
Klausurtipps
  • Der Prüfungsaufbau folgt der Versuchsprüfung: 1. Keine erfolgreiche Anstiftung. 2. Verbrechen als Haupttat (hier ist die konkrete Haupttat zu benennen und zu prüfen). 3. Tatentschluss durch Prüfung des Doppelvorsatzes. 4. Unmittelbares Ansetzen.
Fundstellen
  • Jura 97, 546 ff.
  • JA 05, 549 (551)