Verbotsirrtum


Definition zu:

Ein Verbotsirrtum liegt vor, wenn dem Täter das Unrechtsbewusstsein fehlt, d.h. wenn er davon ausgeht, durch sein Verhalten kein Unrecht zu verwirklichen.

Keywords
  • kein Unrechtsbewusstsein
Hintergrundwissen
  • Die Einsicht, Unrecht zu verwirklichen, liegt schon dann vor, wenn dem Täter auch nur diffus bewusst ist, dass er Unrecht begeht. Er muss die konkrete Strafbarkeit seines Handelns nicht kennen.
Klausurtipps
  • Sofern im Rahmen von Klausuren ein Verbotsirrtum möglich erscheint, ist Schwerpunkt der Prüfung fast immer die Unvermeidbarkeit des Irrtums. Das fehlende Unrechtsbewusstsein geht in der Regel explizit aus dem Sachverhalt hervor und kann einfach festgestellt werden.
Fundstellen
  • Jura 90, 645 ff.
  • StraFo 17, 113