Irrtum (Betrug)


Definition zu:

Ein Irrtum ist die Fehlvorstellung über Tatsachen.

Keywords
  • Fehlvorstellung über Tatsachen
Hintergrundwissen
  • Es genügt für einen Irrtum, dass der Getäuschte in Bezug auf einen konkreten Lebenssachverhalt davon ausgeht, es sei „alles in Ordnung“ (sog. sachgedankliches Mitbewusstsein). Voraussetzung ist aber, dass sich das Vorstellungsbild des Getäuschten auf eine hinreichende Tatsachengrundlage stützen lässt. Eine gute Kontrollfrage bietet die Überlegung, was der Betroffene wohl spontan antworten würde, wenn man ihn nach seiner inneren Haltung bezüglich des fraglichen Umstands fragen würde.
Wichtige Fälle
Umstrittene Fälle
  • Irrtum bei Zweifeln
Nicht zutreffende Fälle
  • Schlichtes Nichtwissen ("ignorantia facti")
Fundstellen
  • vgl. Urt. v. 5. März 2014 - 2 StR 616/12 Rn. 32