geringwertige Sache


Definition zu:

Der Begriff der Geringwertigkeit wird im StGB an verschiedenen Stellen verwendet, für die jeweils eigene Voraussetzungen und Wertgrenzen gelten.

  • § 243 II StGB: Die Geringwertigkeit entfällt, wenn der Verkehrswert der Sache objektiv oder nach der subjektiven Vorstellung des Täters 50 EUR übersteigt.
  • § 248a StGB: Geringwertigkeit ist gegeben, wenn der objektive Verkehrswert der Sache 50 EUR unterschreitet.
Klausurtipps
  • Die Geringwertigkeitsgrenze wird von Gerichten in der Regel zwischen 25 und 50 EUR gesehen. In einer Klausur sollte man sich mit der genauen Grenze nur dann auseinandersetzen, wenn der Wert der Sache in diesem Bereich liegt.
  • Anders als bei der Geringwertigkeitsklausel beim besonders schweren Fall des Diebstahls (§ 243 II StGB) ist für die Frage des Strafantrags gemäß § 248a StGB allein die objektive Geringwertigkeit maßgeblich.
Fundstellen
  • OLG Frankfurt a. M. NStZ-RR 2017, 12
  • OLG Hamm NJW 2003, 3145
  • NStZ 2000, 536