durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstören


Definition zu:

Eine Brandlegung ist jede Handlung, die auf das Verursachen eines Brandes zielt. Das Tatobjekt ist durch die Brandlegung zerstört, wenn es vernichtet wird oder seine bestimmungsgemäße Brauchbarkeit völlig verliert. Es ist teilweise zerstört, wenn Teile, die für seinen bestimmungsgemäßen Gebrauch wesentlich sind, unbrauchbar geworden sind.

Hintergrundwissen
  • Es muss nicht zum Brand kommen, ein solcher muss nur intendiert sein. Es genügt, wenn die Zerstörung schon durch den Versuch des Inbrandsetzens herbeigeführt wird (z.B. bei Ruß-, Gas-, Rauch- oder Hitzeentwicklung oder bei Kontamination durch Zündstoff).
  • "Zerstören" hat hier die gleiche Bedeutung wie bei § 303 StGB.
Fundstellen
  • BGHSt 48, 14 (20) = NStZ 2003, 204 (205)
  • BGHSt 57, 50 = NJW 2012, 693
  • RGSt 8, 33; 39, 223 (224)