bandenmäßige Begehung


Definition zu:

Die Tatbegehung erfolgt unter Mitwirkung eines anderen Bandenmitglieds, wenn zwei Bandenmitglieder (einer von ihnen als Täter) in irgendeinerweise, nicht notwendigerweise zeitlich und örtlich gleichzeitig zusammenarbeiten.

Keywords
  • zwei Bandenmitglieder (einer als Täter)
  • zeitliche und örtliche Zusammenarbeiten nicht nötig
  • bei Diebstahl/Raub kann die Wegnahme kann durch Dritten erfolgen
Hintergrundwissen
  • (für Diebstahl/Raub): Merkhilfe "Countdown-Prinzip": Mindestens drei Personen sind notwendig für eine Bande, mindestens zwei Personen müssen an der Tat beteiligt sein, mindestens eine Person muss davon täterschaftlich handeln und keine Person aus der Bande muss die Wegnahme vor Ort durchführen.
Klausurtipps
  • Im Rahmen der Subsumtion sollte man darauf abstellen, dass sich in der konkreten Begehungsweise eine besondere Bandengefahr realisiert hat.
Fundstellen
  • BGHSt 23, 239 (239 f.)
  • BGHSt 46, 321